Klassifikation nach ICD-10: F60.0 (Paranoide Persönlichkeitsstörung)
Die Paranoide Persönlichkeitsstörung ist wahrscheinlich die bekannteste der Persönlichkeitsstörungen, da sie vielfach in Romanen und Filmen behandelt wurde: Betroffene leiden an Verfolgungswahn und entwickeln z.T. ausgeprägte Verschwörungsphantasien. Wegen ihres starken Misstrauens begegnen sie manchen Menschen feindselig.
Nach ICD-10 müssen „mindestens vier der folgenden Eigenschaften oder Verhaltensweisen vorliegen:
Übertriebene Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung;
Neigung, dauerhaft Groll zu hegen, das heißt Beleidigungen, Verletzungen oder Missachtungen werden nicht vergeben;
Misstrauen und eine anhaltende Tendenz, Erlebtes zu verdrehen, indem neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindlich oder verächtlich missdeutet werden;
Streitbarkeit und beharrliches, situationsunangemessenes Bestehen auf eigenen Rechten;
häufiges ungerechtfertigtes Misstrauen gegenüber der sexuellen Treue des Ehe- oder Sexualpartners;
ständige Selbstbezogenheit, besonders in Verbindung mit starker Überheblichkeit;
häufige Beschäftigung mit unbegründeten Gedanken an Verschwörungen als Erklärungen für Ereignisse in der näheren oder weiteren Umgebung.“
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Paranoide_Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung)